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Aus dem Umweltzentrum

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Wunschbäume – Apfelträume
Praxisseminar zur Obstbaumveredelung im Schloss Dieskau am 19. März

Das Frühjahr ist die Zeit, um Obstgehölze zu veredeln.

Deshalb lädt der Bund für Umwelt und Naturschutz - Regionalverband Halle-Saalekreis am Sonntag, dem 19. März in der Zeit von 11 bis 14 Uhr, zu einem Seminar ins Schloss Dieskau ein.

Dort führt Dr. Matthias Hinz vom Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin-Luther-Universität in die Grundlagen der Obstbaumveredlung ein und stellt verschiedene Veredlungsarten vor. Mit Hilfe dieser uralten gärtnerischen Technik kann man zum Beispiel einen Baum individuell so „zusammensetzen“, dass an ihm gleich mehrere Lieblingssorten gedeihen. Das Verfahren eröffnet außerdem die Möglichkeit, an ungünstigen Standorten anspruchsvolle Sorten zu kultivieren.
Bei bloßer Theorie bleibt es im Seminar nicht – Obstbaukundler Hinz demonstriert auch, wie man ganz praktisch an Apfelbaum & Co. Hand anlegt.
Die Teilnehmer haben dabei außerdem selbst die Möglichkeit, den Umgang mit Veredlungsmessern unter fachkundiger Anleitung zu üben.
Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro.





Feldhamster dürfen nicht umgesiedelt werden
BUND gewinnt juristische Auseinandersetzung

Das OVG Sachsen-Anhalt hat mit Beschluss vom 03.01.2016 einer Beschwerde des BUND Sachsen-Anhalt (BUND) stattgegeben und einen Antrag der Stadt Sangerhausen zum Ausgraben und Umsiedeln von 40 Tieren des nach europäischem Recht geschützten und vom Aussterben bedrohten Feldhamsters abgelehnt.

Die Stadt Sangerhausen hatte dazu Ende Oktober eine Ausnahmegenehmigung beantragt und wollte diese sofort umsetzen, weil ein holländischer Investor auf den von einer lokalen Hamster-Population bewohnten Flächen ein Gartenbaukompetenzzentrum realisieren wollte, für das allerdings keine vollständige Erschließung vorlag.

Gegen die Ausnahmegenehmigung des Landkreises legte der BUND Widerspruch ein. Die Stadt Sangerhausen beantragte hierauf zunächst beim Landkreis Mansfeld-Südharz und sodann beim Verwaltungsgericht Halle (VG) die Anordnung der sofortigen Vollziehung und hatte hiermit beim VG zunächst auch Erfolg. Auf Beschwerde des BUND hat aber nun das Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt in Magdeburg (OVG) die erstinstanzliche Entscheidung revidiert und die sofortige Vollziehung der Ausnahmegenehmigung in letzter Instanz abgelehnt.

BUND-Landesvorsitzender Ralf Meyer freut sich über die Entscheidung des Gerichts:
„Das OVG hat ebenso wie der BUND keine Notwendigkeit gesehen, die Feld- hamster noch während des Winterschlafs zu beseitigen, zumal bisher für ein Gartenbaukompetenzzentrum keine Baugenehmigung beantragt, geschweige denn erteilt wurde.“

Das Gericht hat, wie der BUND und die Landesbehörden, u.a. Zweifel an der Eignung der Umsiedlungsflächen. Das Gericht fordert zudem für eine solche Umsiedlung einen Nachweis, dass sich der Erhaltungszustand der vom Aussterben bedrohten Art nicht verschlechtern wird. Diese Gefahr bestand bei dem Vorhaben: Zum Einen wären zahlreiche der 40 Exemplare gar nicht gefunden und somit getötet worden, zum Anderen würde der Lebensraum der Kernpopulation bei Sangerhausen Bauabschnitt für Bauabschnitt unwiederbringlich vernichtet werden.
Dies war und bleibt für den BUND völlig inakzeptabel und nicht hinnehmbar.

Ganz besonders freuen sich der BUND-Landesvorsitzende und die Fachanwältin Franziska Heß darüber, dass das Gericht das für den BUND eingeforderte Widerspruchs- und Klagerecht gegen derartige artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigungen anerkannt hat.
„Erstmals wurde durch ein deutsches Gericht damit ein Klagerecht von Verbänden auch bei artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigungen außerhalb besonders geschützter Fauna-Flora- Habitat-Gebiete anerkannt und damit ein wichtiger Beitrag für die Fortentwicklung der Klagebefugnis anerkannter Umweltschutzvereinigungen geleistet“, so Ralf Meyer abschließend.



Jahresmitgliederversammlung

10.12.16
11-14 Uhr
BUND Umweltzentrum Franzigmark
Einladung und Tagesordnung [37 KB]



Artenschutztag im BUND-Umweltzentrum Franzigmark

Am vergangenen Sonntag fand unser monatlicher Besuchersonntag unter dem Thema "Artenschutz" statt.

Viele Besucher*innen kamen nach einem sonnigen Herbstspaziergang durch die Franzigmark auf einen  leckeren Glühwein und selbstgebackenen Kuchen in unser Gästehaus, um danach zusammen mit unserer Zoologin Nicole den WWF-Artenschutzkoffer zu erforschen.

Bei der Vielzahl an Exponaten und Asservaten stellte sich für manche*n kleine*n Besucher*in die Frage: Liegt hier nun ein Tier, eine Pflanze oder ein Stein? Spielerisch näherten wir uns so dem Thema globale Biodiversität, lernten etwas über die Ursachen des Rückgangs von Tier- und Pflanzenarten sowie ihre Bedrohungen durch den Menschen.

Am Ende des Tages wusste jede*r Teilnehmer*in, wie er/sie selbst mit nur kleinen Schritten mithelfen kann, biologische Vielfalt zu schützen und Artensterben vorzubeugen.

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