Vier Hektar Trocken- und Halbtrockenrasen, Felsfluren und steile Hänge, die seltenen Pflanzen und Tieren ein Zuhause bieten. Seit 2019 kümmert sich das Team des Umweltzentrums um diese Flächen – mit tatkräftiger Unterstützung der selbstgezüchteten Karakulschafe sowie von kletterfreudigen Thüringer Waldziegen. Beide Nutztierrassen sind übrigens selten und bedroht. Das Ziel: Die Landschaft offen halten und bedrohten Arten wie Neuntöter, Sperbergrasmücke oder dem Himmelblauen Bläuling wieder Raum zum Leben geben. Das jahrelange Engagement zeigt Wirkung: Die Bestände der Kuhschelle und des Felsen-Goldsterns haben deutlich zugenommen, ebenso das seltene Schmalblütige Träubel.
Durch tatkräftige Unterstützung seitens vieler freiwilliger Helfer*innen fanden in den letzten Monaten zahlreiche Entbuschungs-, Mahd- und Kartiereinsätze statt. Ganz neu ist die Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Geobotanik der Universität Halle. Durch diese Verknüpfung erfolgen nun auch die ersten Untersuchungen im Rahmen einer Bachelorarbeit auf den beweideten Flächen. Das Beweidungsprojekt wird von Bund und Land Sachsen-Anhalt gefördert.