Die heimische Natur erleben und von ihr lernen
(Lina Sattelmaier
/
BUND Sachsen-Anhalt)
Klassen, Kindergärten und andere Gruppen können bei uns im BUND-Umweltzentrum Franzigmark spannende Umweltbildung erleben: Natur pur in unserer vielseitigen, heimischen Tier- und Pflanzenwelt, unsere seltenen und gefährdeten Haustierrassen, künstlerisch kreativ werden oder Köstliches zubereiten mit Essbarem aus der Natur.
Unsere Umweltbildung sind in Form von pädagogischen Tages-, Halbtags- und Stundenangeboten sowie in Camps möglich und sie ergänzt die Tätigkeit der Ökoschule Halle. Unsere Umweltbildungsangebote können an das Alter und die besonderen Interessen der Teilnehmer*innen angepasst und abgestimmt werden.
Kosten
Je Kind berechnen wir 3 €, Betreuende sind kostenfrei. Gruppen unter 10 Personen zahlen einen Pauschalpreis von 30 €. Sie erhalten von uns nach der Veranstaltung eine Rechnung per E-Mail.
Gern stellen wir Ihnen ein individuelles Angebot zusammen.
Tel.: 0345 682 576 06
E-Mail: mail(at)bund-halle.de
Übersicht unserer pädagogischen Angebote 2026 bis 2029
Bei diesem Angebot haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, der Tierpflegerin über die Schulter zu schauen und sie bei der Arbeit zu unterstützen.
Sie lernen dabei die verschiedenen Haustierarten im Umweltzentrum kennen und können sie von Kopf bis Klaue, Paddel oder Bein betrachten. Sie können das weiche Schafsfell oder Federkleid unter ihren Händen spüren und den verschiedenen Tierstimmen lauschen. Sie können Stallluft schnuppern, die Tiere mit frischem Wasser und Futter versorgen und
natürlich auch mit den Tieren kuscheln.
Auf zur Weide!
Die Karakulschafe und Thüringer Waldziegen helfen uns bei der Landschaftspflege. Doch was bedeutet das? Die Kinder gehen mit den Tieren auf Weide-Exkursion, beobachten ihr Verhalten und entdecken geschützte Pflanzen des Magerrasens auf den umliegenden Weideflächen.
Mit diesem Angebot wollen wir die Achtsamkeit, die Ruhe und die Entspannung im Kontakt mit den Tieren fördern. Dabei werden Kompetenzen wie Verantwortung, Empathie und Rücksichtnahme gefördert.
Zunächst lernen die Kinder in einer Vorstellungsrunde alles Wissenswerte über das Deutsche Karakulschaf und werden für das Thema Vielfalt und den Wert alter Nutztierrassen sensibilisiert. Dabei können die Kinder bereits erste Kontakte zu den Schafen aufnehmen. Sie können beobachten, streicheln, füttern, bürsten und so mit den wolligen Gefährten interagieren.
Der ruhige, ausgeglichene Charakter der Schafe schafft eine vertrauensvolle und entspannte Atmosphäre und hilft den Kindern diese stressfreien Momente zu genießen.
Wir wollen gemeinsam die vielen wilden Verwandten der Honigbiene kennenlernen. Wir schauen uns ihr Aussehen, ihre Nahrung, ihre Brutröhren an und errichten gemeinsam kleine passende Lebensräume für sie. Wir modellieren kleine Brutröhren und malen
unsere Lieblingswildbiene.
Dabei lernen wir, wie wichtig der Schutz von Wildbienen für uns alle ist und wie jede*r Einzelne sich einbringen kann, für eine Welt voller Biodiversität, wo jede*r einen geeigneten Lebensraum für sich findet.
Zusammen sammeln wir die Schätze der Natur und werden kreativ! Mit bunten Blütenblättern, Samenkörnern und Laub können kleine und große Kunstwerke entstehen. Mit der Wolle unserer Karakulschafe lässt sich prima trocken oder nass filzen.
Im Herbst können wir aus Kastanien und Co. Figuren bauen und womöglich sogar ein kleines „Wichteldorf“ zusammen errichten? Kränze aus Heu oder Stroh binden wir in der Winterzeit schmücken sie bunt mit Naturmaterialien.
Dieses Angebot verbindet Naturerfahrung, Umweltbildung und künstlerisches Gestalten. Die Teilnehmer begeben sich mit Zeichenmaterial auf die Weide, in Stallungen oder Freigehege.
Schrittweise werden sie an die Tiere herangeführt und lernen deren Rassemerkmale, Verhalten und Lebensweisen kennen.
Anschließend wählen die Kinder sich einen Beobachtungsplatz aus und setzen ihre Eindrücke zeichnerisch oder malerisch um. Durch das stille und konzentrierte Arbeiten kommt es zu einem intensiven Tierkontakt. So werden die Tiere als Nutztier und zugleich als schützenswertes Kulturgut unmittelbar erfahrbar.
Dieses Angebot beschäftigt sich mit dem Erleben vom Wald in seiner Vielfalt. Spielerisch erkunden wir den Wald als lebendigen Lernort und fördern ein Bewusstsein für die ganzheitliche Bedeutung von Wäldern.
Mit vielfältigen Aktivitäten – von Waldspielen über Artenbestimmung bis hin zu handwerklichen Tätigkeiten, erwerben die Kinder nicht nur ökologisches Wissen, sondern auch soziale Kompetenzen.
Die unzähligen Teichbiotope des Umweltzentrums locken zur Untersuchung der beeindruckenden Artenvielfalt. Mit Becherlupe und Kescher begeben wir uns auf die Spur von schnorchelnden Wanzen, saugnapfbehafteten Käfern und räuberischen Libellenlarven.
Bei diesem Angebot erkunden wir den Lebensraum Streuobstwiese mit allen Sinnen. Wir lernen die vielfältigen tierischen (Biene, Steinkauz und Wespenspinne) und pflanzlichen (Mirabelle, Apfelbaum und Schafgarbe) Bewohner kennen, beobachten genau und setzen unsere Eindrücke kreativ um.
Durch die Kombination von Naturbeobachtung, praktischem Tun und künstlerischer Verarbeitung erwerben die Teilnehmenden ein Verständnis für die Vielfalt und Bedeutung von Streuobstwiesen und entwickeln ein Bewusstsein für deren Wert und Erhalt.
Wir ziehen gemeinsam über das Umweltzentrumsgelände und ernten je nach Jahreszeit süße Früchte, Kartoffeln, Gurken, Tomaten, Kürbisse, Wild- und Küchenkräuter. Im Anschluss bereiten wir gemeinsam ein leckeres, gesundes Essen zu, wobei jede*r seine Aufgabe findet und sich einbringen kann.
Besonders beliebt ist die Herstellung und Verkostung einer bunten Wildkräuterbutter. Dazu unternehmen wir eine kleine Wildkräutertour und erfahren, welche Kräuter essbar sind, wie sie riechen und welche Wirkung sie haben.
Wir backen unser eigenes Stockbrot, kochen eine Suppe im Outdoor-Feuertopf oder stellen eigenes Apfelmus her. Wir erstellen gern ein saisonal passendes Angebot für Ihre Gruppe.
Buchen Sie jetzt dieses neue Umweltbildungsangebot!
Schlange, Echse & Co ganz nah erleben! In diesem spannenden Umweltbildungs-Programm am Umweltzentrum erkunden Kindergärten, Horte, Grundschulen & Gruppen spielerisch die faszinierende Welt unserer heimischen Reptilien. Warum sind Tiere wie die Kreuzotter bedroht und was können wir zu ihrem Schutz tun?
Gemeinsam werden Ängste abgebaut, Lebensräume erforscht und der Umgang mit den oft missverstandenen Schuppentieren geübt. Ein besonderes Highlight ist unser Kreuzotter-Arterhaltungsprojekt: Hier erfahren die Kinder, wie junge Kreuzottern gezüchtet und wieder in die Natur entlassen werden.
Müll in der Umwelt ist längst Teil unseres Alltags – umso wichtiger ist es, Kinder frühzeitig für die Ursachen und Folgen zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, dass ihr eigenes Handeln zählt.
Für die jüngere Zielgruppe bildet unser Müllfriedhof das zentrale Element der Umweltbildung. Als besonderer Lernort macht er sichtbar, wie lange Bonbonpapier & Co. in der Natur verbleiben und
welche Auswirkungen Müll auf Tiere, Pflanzen und Gewässer hat. Spielerisch und altersgerecht erleben die Kinder, wo Müll überall auftritt.
Gemeinsam gehen wir auf Spurensuche nach Müll und seinen Ursachen. Dabei lernen Kinder, wie Mikroplastik entsteht, ins Nahrungsnetz gelangt und am Ende sogar auf dem eigenen Teller
landen kann.
Durch anschauliche Experimente, Rollenspiele und Mitmachaktionen erhalten die Schüler*innen einen ersten Zugang zu den ökologischen Folgen von Müll – und entwickeln zugleich
wichtige Kompetenzen im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung: Perspektivwechsel, Verantwortungsbewusstsein und gemeinsames Problemlösen.
Statt mit dem erhobenen Zeigefinger schaffen wir Zugänge mit Kreativität, Humor und
Forschergeist. So wird Anti-Littering „cool“, stärkt die Handlungskompetenz der Kinder
und motiviert zum aktiven Natur- und Artenschutz.
Die ältere Zielgruppe - Familien, Jugendliche und Erwachsene - lockt ab Ende 2026 ein neues, spannungsgeladenes Escape-Game-Angebot ins BUND-Umweltzentrum Franzigmark.
Ein geheimnisvoller Verschlag wird zur Ermittlungszentrale: Auf den Spuren verschollener
Umweltaktivisten übernehmen die Teilnehmer*innen die Ermittlungen.
Erste Hinweise finden sich in einem geheimen Quartier mit provisorischem Labor. Doch
warum sind die Aktivisten wie vom Erdboden verschluckt? Welche unbequemen Wahrheiten hätten sie fast an’s Licht gebracht?
Ziel ist es, den Fall zu lösen und das Umweltteam symbolisch zu befreien. Dabei verbindet das Spiel Rätsel, Spurensuche und reale Umweltskandale und macht so deutlich, wie stark Müllprobleme mit Artensterben und globalen Umweltfragen zusammenhängen.
Entdeckertouren durch die Franzigmark können flexibel gestaltet werden. In jeder Saison stehen unterschiedliche Aspekte im Vordergrund, sodass die Schüler*innen den Naturraum zu jeder Jahreszeit intensiv erleben können.
a) Frühlingserwachen in der Franzigmark
Im Frühling können die Schüler*innen die Balzzeit der Vögel beobachten und Frühjahrs-Geophyten wie Buschwindröschen und Leberblümchen entdecken.
Spielerisch begegnen die Kinder dem Balztrommeln des Spechtes und lernen Vogelarten anhand ihres Rufes auseinanderzuhalten. Erste essbare Blüten können probiert und Anpassungsmechanismen der Tier- und Pflanzenwelt bestaunt werden.
b) Sommerliche Insektenvielfalt
Mit Ferngläsern ausgerüstet begegnen wir im Sommer Bienenfressern, bewundern Gottesanbeterinnen beim Fang ihrer Beutetiere und schauen der Wespenspinne beim Spinnen ihres Radnetzes „über die Schulter“.
Hierbei lernen die Kinder Insekten von anderen Wirbellosen zu unterscheiden und bekommen einen ersten Eindruck, warum Wiesen und Hecken so schützenswert sind.
c) Farbenspiel des Herbstes
Der Herbst lädt mit seiner Farbenpracht dazu ein, die Vielfalt der Baumarten zu betrachten. Die Kinder üben sich spielerisch in der Arterkennung und sind eingeladen ausgewählte Baumfrüchte zu verkosten oder Blätter auf Stoffsäckchen zu verewigen.
Was machen eigentlich Igel, Molch & Co. vor Einbruch des Winters? Der Blick auf verschiedene Überwinterungsstrategien der Tier- und Pflanzenwelt bietet viel Raum zum Forschen und Beobachten.
d) Winter - als Detektive auf Spurensuche
Die graue Jahreszeit hindert nicht an Ausflügen in den Wald, sondern lädt zur Spurensuche ein. Wo ist all das Leben?
Vorbeiziehende Kraniche, Trittsiegel im Matsch oder das Rufen des Käuzchens führen den Kindern vor Augen, dass Leben überall um uns herum ist und mit Geduld und geschultem Auge beobachtet werden kann.
Ein Extra für ganz Neugierige: Eine Spurensuche kann auch im botanischen Sinne anhand von schlafende Baumknospen ein spannender Zeitvertreib sein. Bei Interesse sprecht uns gern an.
Übersicht der pädagogischen Angebote
Das Projekt „Arten erkennen, erleben und schätzen lernen – Biodiversität im und um das BUND-Umweltzentrum Franzigmark“, über das wir unsere Umweltbildungsangebote anbieten können, wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.
ECHSistenz in Gefahr - mit heimischen Reptilien auf Tuchfühlung
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(BUND-LAK Feldherpetologie Sachsen-Anhalt)
Schlange, Echse & Co ganz nah erleben! In diesem spannenden Umweltbildungs-Programm am Umweltzentrum erkunden Kindergärten, Horte, Grundschulen & Gruppen spielerisch die faszinierende Welt unserer heimischen Reptilien. Warum sind Tiere wie die Kreuzotter bedroht und was können wir zu ihrem Schutz tun?
Gemeinsam werden Ängste abgebaut, Lebensräume erforscht und der Umgang mit den oft missverstandenen Schuppentieren geübt. Ein besonderes Highlight ist unser Kreuzotter-Arterhaltungsprojekt: Hier erfahren die Kinder, wie junge Kreuzottern gezüchtet und wieder in die Natur entlassen werden.
Für Klassenfahrten, Projekt- oder Wandertage, Schulfeiern oder Ferienfreizeiten kann zusätzlich zu unseren Umweltbildungsangeboten unser Ökokiosk für die Verpflegung gebucht werden und für Übernachtungen stehen unser Gästehaus und unser Zeltplatz zur Verfügung. Bei Bedarf bringen wir Sie mit Anbieter*innen von saisonalem Bio-Essen in der Umgebung zusammen.