Deutsches Karakul
Karakulschafe waren ursprünglich in Zentralasien beheimatet. Um 1900 kamen circa 60 Karakulschafe aus Usbekistan nach Deutschland.
Die Hochburg der Züchtung in Deutschland war das Tierzuchtinstitut der Universität Halle/Saale. Das hohe Interesse an den Fellen der frisch geborenen Lämmer (sogenannte Persianer) hatte zur Folge, dass bis zum Jahr 1936 die Zahl der Tiere in Deutschland auf etwa 10.000 anstieg. Die Nachfrage nach Lammfellen ging in den 70er Jahren stark zurück, so dass es wenig später zur Auflösung des Verbandes Deutscher Karakulzüchter kam.
Heute gehören das Deutsche Karakul zu den gefährdeten Nutztierrassen. Dass sie überhaupt noch in Deutschland zu finden sind, haben sie einigen Privatzüchtern zu verdanken.
Sie sind sogenannte Fettschwanzschafe. Fett wird bei ihnen kaum am Bauch oder an den Rippen, sondern im Fettschwanz gespeichert. Die Fettspeicherung ist nötig, da sie in ihrem ursprünglichen Lebensraum, den Steppen, nicht zu jeder Jahreszeit ausreichend Futter finden.
Gefährdung: extrem gefährdet